In whichever direction one looks, there are things of interest close to Budapest: to the north,Szentendre and the charming towns of the Danube Bend are the closest sights; to the southwest it is possible to travel back thousands of years in time; to the south, we come across memories of Beethoven’s visits to Hungary; and to the northeast there is a Baroque town preserving the memory of Queen Elisabeth (fondly known as Sissi).
Nimmt man Kurs in nördlicher Richtung, erreicht man bald Szentendre. Diese Kleinstadt mit mediterraner Atmosphäre am Ufer der Donau war schon immer und blieb bis heute, eine populäre Wohn- und Wirkungsstätte für Künstler. Museen und Ausstellungen von früher hier ansässigen Künstlern liefern hierfür den Beweis. Die Werke von Jenő Barcsay sind in der Dumtsa – Jenő – Straße zu besichtigen, während die preisgekrönten Keramiken von Margit Kovács in der Vastagh - György – Straße 1 ausgestellt sind. Die Kleinstadt verwöhnt die Besucher mit ihrem besonderen Reiz köstlicher Küche und gemütlicher Stimmung. Einen Teil dieser Anziehungskraft entfalten die Häuser, die wunderschönen Kirchen und Ikonostasen der einst angesiedelten serbischen Bevölkerung. Neben den Künsten beherbergt Szentendre auch das Skansen, das größte Freilichtmuseum des Landes, welches die typische Architektur der verschiedenen Landesteile Ungarns vorstellt: Bauernhöfe, Mühlen und Kirchen, die an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut und hier wieder aufgebaut worden sind. Sachkundige Fachleute rufen das Leben der einstigen Bewohner in Erinnerung und führen die von ihnen betriebenen Handwerke vor.
Entfernung von Budapest Zentrum: 20 km
Routenplan: 1. U-Bahn M2 Batthányi tér 2. HÉV Schnellbahn zu Szentendre oder im Sommer Mahart Boot von Vigado Pier. Geschätzte Zeit: rd. 50 min.
In dieser Gegend verlief einst der Limes, die Grenze des Römischen Reiches, an die bis heute Wachtürme in der Landschaft erinnern. Unser erster König, Stephan der Heilige errichtete hier einen seiner Verwaltungsbezirke, die sog. Gespanschaft. Hinter dem Salomon – Turm befinden sich die Ruinen der Kirche der Dechanei. In dem Wohnturm verbrachte König Salomon, Traditionen zufolge, die Zeit seiner Gefangenschaft. Die sich auch als Ruine imposant präsentierende Hochburg beherrscht die ganze Gegend. Unten, in der Nähe der Donau, wurde das Schloss ursprünglich im gotischen Stil erbaut, erhielt aber unter der Herrschaft von König Matthias zunehmend Renaissance – Züge. Aus dem bezaubernden, aus rotem Marmorstein gemeißelten Brunnen soll – auch in den Berichten von ausländischen Boten belegt – Wein geflossen sein. Gegenwärtig ziert eine mit englischer Hilfe rekonstruierte Nachbildung des Brunnens den Hof. In dem Garten wurden während der Ausgrabung der Brunnen identifizierte Pflanzen gepflanzt. Im Sommer werden hier Ritterturniere, Treffen der stärksten Männer, Lustbarkeiten am Markt und ein Renaissance Festessen in der Hochburg veranstaltet.
Entfernung von Budapest Zentrum: 40 km
Routenplan: 1. U-Bahn M3 Újpest-Városkapu 2. Volánbusz Intercity-Bus nach Visegrád oder im Sommer Mahart Boot von Vigado Pier.
Unseren Weg Richtung Norden fortsetzend gelang man nach etwa 20 Kilometern nach Esztergom, einer königlichen Stadt. Hier kam unser erster König, Stephan der Heilige zur Welt. Die Stadt war früher Ungans Hauptstadt, später Jahrhunderte lang Sitz von Königen und hohen Klerikern. Die renovierte Burg der Siedlung funktioniert heutzutage als Museum. Ihr Festsaal ist Austragungsort von wissenschaftlichen Konferenzen. Auf dem herausragenden Punkt des Burghügels erhebt sich die Basilika, die größte Kirche des Landes. Die darin befindliche Bakócz – Kapelle zählt zu den schönsten Baudenkmälern der ungarischen Renaissance. Die Schatzkammer des Domes weist einen beispiellosen Reichtum an kirchenhistorischen Kunstwerken auf. In der Nähe des Gebäudes wurde die Statue von König Stephan dem Heiligen enthüllt, die in der nächtlichen Beleuchtung von der Maria – Valeria – Brücke aus betrachtet, einen entscheidenden Teil der Landschaft darstellt. Im erzbischöflichen Palais ist das Museum für christliche Kunst untergebracht, das eine wertvolle Gemäldegalerie der italienischen Kunst des Mittelalters, sowie Gobelin-, Fayance- und Porzellankollektionen umfasst.
Entfernung von Budapest Zentrum: 50 km
Routenplan: 1. U-Bahn M3 Újpest-Városkapu 2. Volánbusz Intercity-Bus nach Esztergom oder im Sommer Mahart Boot von Vigado Pier
In Százhalombatta, südwestlich von Budapest bietet sich die Möglichkeit, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen. Einst blühte hier die Hallstadt - Kultur. Mehr als hundert Hügel bergen die Gräber verstorbener, vornehmer Persönlichkeiten. Eines dieser Grabdenkmäler kann besichtigt werden, die Bestattungszeremonie wird von Ton- und Lichteffekten begleitet. Spuren von Leben vor viertausend Jahren wurden hier gefunden, es erfolgten Hausrekonstruktionen mit der vermuteten Inneneinrichtung. Sogar die Spezialitäten der damaligen Zeit können hier verkostet werden. Von Mai bis September wird jeder dritte Sonntag Familien gewidmet, wenn Archäologen Touristen und Besuchergruppen mit Familienprogrammen aufwarten.
Entfernung von Budapest Zentrum: 25 km
Routenplan: 1. U-Bahn M2 Déli pu. 2. Bahn nach Szentendre oder im Sommer Mahart Boot von Vigado Pier.
Doch nicht nur die Rekonstruktion des einstigen Todes, sondern auch die des einstigen Lebens wird vorgestellt. Außer
Hausrekonstruktionen, der vermuteten Inneneinrichtung und Kleidung können mit Hilfe aufgefundener Körner auch die Speisen rekonstruiert werden. Information: www.matricamuzeum.hu
In einer Entfernung von 30 Kilometer in südlicher Richtung von Budapest liegt die Gemeinde Martonvásár direkt an der Autobahn M7. Ihren Weltruf hat die Siedlung seinem weltbekanntesten Gast zu verdanken. In dem ursprünglich im Barockstil errichteten, später aber neogotisch umgebauten Schloss lebte und wirkte eine Zeit lang Beethoven, eine der größten Persönlichkeiten der Musikgeschichte. Der Ort gilt bis heute als Zentrum des Beethoven – Kultes, in seinem Garten werden oft Konzerte gegeben. Ein im Schloss eingerichtetes Museum setzt dem großen Komponisten ein Denkmal.
Entfernung von Budapest Zentrum: 30 km
Routenplan: 1. U-Bahn M2 Déli pu. 2. Bahn nach Martonvásár.
Östlich von Budapest, in einer Entfernung von 17 Kilometer befindet sich Fót, dessen Glanzzeit im Jahre 1808, seit dem Aufstieg der Grafen der Familie Károlyi in den Stand der Großgrundbesitzer begann. Ihren groß angelegten Bauarbeiten verdankt die Stadt zwei seiner Denkmäler, die bis heute bewundert werden. Die Pläne des 107 Zimmer umfassenden Schlosses stammen von Miklós Ybl. Das harmonische im klassizistischen Stil erbaute Gebäude zählt zu den wichtigsten Baudenkmälern Ungans. Bis vor kurzem beherbergte das Schloss die Kinderstadt, heutzutage finden in einem seiner dafür bestimmte Säle Eheschließungen statt. Das andere Baudenkmal der Stadt, die vor 150 Jahren im romanischen Baustil erbaute katholische Kirche, ist ebenfalls mit dem Namen von Miklós Ybl verbunden. Als Weltrarität gelten hier die Taneraner Skulpturen der Unterkirche, wie auch die Halbedelsteineinlagen des Altars. In dem wunderschön hergerichteten Gebäude kann noch die Orgel besichtigt werden, auf der Franz Liszt gespielt hat. Anlässlich des 150. Jahrestages der Einweihung der Kirche erteilte Papst Johannes Paul II. den versammelten Gläubigen den vollen Ablass von allen Sünden, d.h. Indulgenz.
Entfernung von Budapest Zentrum: 20 km
Routenplan: 1. U-Bahn M3 Újpest-Városkapu 2. Volánbusz Intercity-Bus nach Fót
Nordöstlich der Hauptstadt, etwa 30 Kilometer entfernt befindet sich Gödöllő. Aus aller Welt reisen Gäste an, um das mächtige, renovierte Schloss, den bevorzugten Aufenthaltsort von Elisabeth, der legendär mit Ungarn verbundenen Königin – in dem über sie gedrehten Film nur Sissy genannt – der Monarchie von Österreich – Ungarn zu bewundern. Im Rahmen der fortwährenden Restaurierung wurde die Rekonstruktion des einstigen Barocktheaters abgeschlossen. Hier finden auch Aufführungen von Kammerspielen statt. Die Wiederherstellung einzelner Gebäudeflügel in ihren ursprünglichen Zustand ist bereits zum Abschluss gekommen. In einem Gebäudeteil ist eine Ausstellung von in Ungarn stationierten Truppen gewidmet. Sie bietet auch einen Überblick über den Aufwand, mit dem die Renovierung des Schlosses verbunden ist. Im Garten wurde der Pavillon der Könige wieder eröffnet, die mit Porträts von ungarischen und österreichischen Herrschern dekoriert ist. Außer den Ausstellungen bildet das Schloss den Schauplatz für etliche Veranstaltungen und Tagungen.
Entfernung von Budapest Zentrum: 35 km
Routenplan: 1. U-Bahn M2 Őrs vezér tere 2. HÉV Schnellbahn nach Gödöllő
Geschätzte Zeit: rd. 45 min.
Die einzige zusammenfassende Pfadfindersammlung ist 2009 von Budapest ins Städtische Museum Gödöllő gezogen (Szabadság tér 5.). Der Titel der ständigen Ausstellung ist: Die Geschichte der ungarischen Pfadfinderbewegung von 1910 bis heute.
Für mehr Informationen über der Region besuchen Sie www.gkrte.hu .
Religionstourismus in Budapest und Umgebung
Unsere wertvollste Reliquie, die Heilige Rechte, d.h. die rechte Hand des ersten ungarischen Königs wird in der Basilika St. Stephan von Budapest aufbewahrt. Am 20. August, dem Tag des Stephan des Heiligen wird sie im Rahmen eines im Freien zelebrierten Gottesdienstes in einer Pozession dem Volke gezeigt.
Fót gilt auch als Verwahrungsort der Reliquie der Heiligen Franziska. Anlässlich des 150. Jahrestages der Einweihung der Kirche erteilte der Papst den anreisenden Gläubigen den Ablass von Sünden.
Máriabesnyő zählt seit dem 18. Jahrhundert zu den Kirmes- und Wallfahrtsorten Ungarns. Bei der Grundsteinlegung der Loretto - Kapelle wurde eine, die Jungfrau Maria und Jesu darstellende Elfbeinfigur aus dem 13. Jahrhundert gefunden. Binnen kurzer Zeit erlangte die Andachtsfigur den Ruf wundertätig zu sein. Die Kirche wurde im Jahre 1992 vom Papst in den Rang einer Basilika Minor erhoben.
Esztergom und Visegrád sind leicht zu erreichen von der Station Újpest-Városkapu der Metrolinie 3 mit den Linienbussen Volánbusz. Von der Endstation Örs vezér tere fahren Sie mit der Schnellbahn Hév nach Gödöllő, von der Station Batthyány tér nach Szentendre.